• Im Verborgenen auf Weiterbildung
          • Im Verborgenen auf Weiterbildung

          • Dunkel, feucht, eng – und trotzdem ein echtes Highlight: Die Fachschaft Geschichte erkundet die Geraer Höhler Im Dezember 2025 wagte sich die Fachschaft Geschichte dorthin, wo sonst nur Fledermäuse, Mückenlarven und alte Biergeschichten zu Hause sind: in die geheimnisvollen Höhler der Stadt Gera. Die unterirdischen Gänge der Höhler 86 bis 89 sind miteinander verbunden und boten unserem Geschichtsteam eine ganz besondere Form der Weiterbildung – mit Mut, Humor und historischer Neugier. Schon der Einstieg versprach Abenteuer: Es war dunkel, teilweise feucht, es ging steil abwärts und war stellenweise so eng, dass man sich fragte, ob man gerade durch einen historischen Bierkeller oder doch durch ein unterirdisches Fitnessstudio kriecht ;) Besonders beeindruckend war der sogenannte Bewitterungsschacht, der stolze 10,7 Meter in die Höhe ragt. Direkt davor stand der Hunt – ein kleiner Wagen aus dem Bergbau, mit dem früher Material unter Tage transportiert wurde. Klein, aber oho! Historisch wurde es beim Blick auf den Bierkonsum der Gerschen: Im Jahr 1656 kamen auf rund 2.500 Einwohner ganze 560 Liter Bier pro Kopf und Jahr. Kein Wunder, denn dank des Brauprivilegs durfte jeder, der ein Haus besaß, sein eigenes Bier brauen. Prost, Nachbarschaft! Ob ein Bier wirklich gut war, erkannte man damals an der sogenannten Reinschank-Stange. Der Spruch dazu lautete: „Wo Gott seine Hand rausstreckt, da gibt’s das gute Bier.“ Nur etwa 2 Prozent der Biere schafften es in diese göttliche Kategorie – Qualitätskontrolle auf himmlischem Niveau. So wie die Reinschsnkstange haben auch andere Gegenstände in der Stadt ihre Geschichte. So unter anderem die Plastiken unweit entfernt von den Höhlern zu finden, erzählen diese ihre eigenen Geschichten. Sie sind angelehnt an die Gerschen, die oft als etwas mürrisch beschrieben werden. Deshalb erschuf der Künstler …. den Brumochsen , aber auch den berühmten Hund mit dem Schinkenbrot. Diese Plastik geht auf eine echte Begebenheit zurück: Der Geraer Geologe Rudolf Hund bestellte im Wirtshaus stets mit den Worten: „Schinkenbrot für’n Hund!“ Ein Satz, der nun für die Ewigkeit in Stein (oder Plastik) verewigt ist. Mit der Reichsgewerbeordnung von 1879 war es dann allerdings vorbei mit dem privaten Bierbrauen – die Gerschen mussten ihre Kessel und Fässer trockenlegen. Dennoch sollte man sich die Höhler auf keinen Fall entgehen lassen, denn ein weiterer absoluter Höhepunkt der Führung: Niemand muss mehr nach Saalfeld in die Feengrotten fahren, denn auch in Gera wachsen kleine Stalagniten. Ein echtes Naturwunder direkt unter der Stadt!Und selbst Biologen kommen auf ihre Kosten: Zwischen feuchten Wänden und dunklen Ecken lassen sich Mückenlarven und Pilze entdecken – ein Paradies für alle, die Leben dort suchen, wo man es am wenigsten erwartet. Fazit der Fachschaft Geschichte: Die Höhler von Gera sind mehr als nur dunkle Gänge – sie sind ein lebendiges Geschichtsbuch aus Bier, Bergbau und kuriosen Anekdoten. Eine Weiterbildung, die im wahrsten Sinne des Wortes unter die Haut ging. 🍻 

        • Fantasiereise in eine Märchenwelt
          • Fantasiereise in eine Märchenwelt

          • „Mach es dir ganz bequem. Setz dich oder leg dich so hin, dass du dich vollkommen entspannen kannst. Atme ein paarmal tief und ruhig ein und aus. Mit jedem Atemzug wirst du ruhigerund entspannter. Spüre, wie dein Körper angenehm schwer wird und zur Ruhekommt. Die Geräusche um dich herum verblassen allmählich, und du konzentrierst dich nur noch auf meine Stimme und deine Atmung. Du bist ganz ruhig - ich zähle bis drei und langsam entschwindet dein Körper insMärchenreich.“ (Nur dass mit den Augen schließen, lasse ich weg, damit Sie/ihr den Artikel weiterlesen können/könnt ;) Mit diesen Worten begann der Sozialwesenkurs der Klasse 9 ein Weihnachtsprojekt mit den Grundschülern aus den dritten und vierten Klassen. Unsere Kleinen tauchten ein in eine fantastische Märchenwelt. Ziel war es eine fantastische Schnitzeljagd zur Weihnachtszeit zu gewinnen.Im Vorfeld hatten die 9.-Klässler Freude, die Rätsel zu verstecken und amüsierten sich herzlich an den Stationen über die verschiedenen Lösungsversuche. Viele kleine Rätsel mit unterschiedlichen Etappen lösten unsere kleinen „Zwerge“ inverschiedenen Gruppen, hoch motiviert mit viel Freude und Ehrgeiz. Am Ende gab es natürlich auch den Wettkampf um den Sieg. Wenn sie die Burg (Klettergerüst) erklommen hatten, enthielt jedes Team entsprechend ihrer Platzierungeinen kleinen Preis ;) Die Idee war, wie bereits im letzten Jahr, als eine gemeinnützige Tätigkeit gedacht, um dem Fach Sozialwesen gerecht zu werden. Unter dem Motto: Frage nicht, was deine Schule für dich tun kann, sondern finde heraus, was du für deine Schule tun kannst, fand die Idee bei den Großen sofort Anklang. In zweiwöchiger Vorarbeiterstellte der Kurs zur Weihnachtszeit fantastische und liebevolle Geschichten,Märchen und Rätsel und war selbst voller Vorfreude ergriffen. Manche Schüler des Kurses überlegen schon wieder, was sie zu Ostern Gutes tun können.

            Text und Bilder: Frau Thomae

        • Erzählcafé als Unterrichtsform: Wie sozial ist Gera
          • Erzählcafé als Unterrichtsform: Wie sozial ist Gera

          • Wie sozial ist unsere Stadt wirklich? Mit dieser Frage setzte sich der Sozialwesenkurs der Jahrgangsstufe 10 in einem besonderen Unterrichtsformat auseinander: einem Erzählcafé, das Fachwissen, persönliche Erfahrungen und den direkten Dialog mit Expertinnen und Experten aus der Stadt miteinander verband. Zunächst erarbeiteten die Schülerinnen und Schüler im Unterricht die verschiedenen Dimensionen des deutschen Sozialstaates. Dabei wurde schnell deutlich: Die theoretischen Grundlagen allein reichten nicht aus, um die komplexe Wirklichkeit sozialer Arbeit zu verstehen. Kritisch fragten die Jugendlichen, ob der Sozialstaat angesichts aktueller Herausforderungen ein „Upgrade“ benötige und welche Antworten es jenseits von Schulbüchern und Internetquellen geben könne. Aus diesem Impuls heraus entstand die Idee, Menschen einzuladen, die sich in Gera täglich mit sozialen Fragestellungen beschäftigen. Die Auswahl der Gäste trafen die Schülerinnen und Schüler eigenständig. Eingeladen wurden Herr Dr. Rühling (Leiter des Bildungsamtes), Frau Dr. Brehme (Leiterin des Sozialamtes), Frau Stüwe (Koordinatorin der Ehrenamtszentrale und Service GEneRAtionen), Frau Schädlich von der Geraer Tafel, Frau Franke vom Stadtsportbund sowie Frau Födisch, die unsere Schüler bereits seit vielen Jahren begleitet und unterstützt. Leider mussten Frau Franke und Frau Schädlich ihre Teilnahme absagen, doch alle weiteren Gäste folgten der Einladung sehr gern. Am 30.10.2025 um 10:00 Uhr begann das Erzählcafé in einer bewusst gemütlichen Atmosphäre: Eine gedeckte Tafel mit selbst gebackenem Gebäck, ein digitales Kaminfeuer und zwei Moderatoren – Alicia und Jule – sorgten für einen würdevollen und zugleich offenen Rahmen. Gut vorbereitet mit vielfältigen Fragen zu sozialen Herausforderungen, Entscheidungsprozessen und Zukunftsperspektiven traten die Schülerinnen und Schüler in den Dialog mit ihren Gästen. Zu Beginn zeigte sich noch eine gewisse Zurückhaltung, doch diese wich rasch einer lebendigen Gesprächskultur. Die Diskussionen wurden intensiver, persönlicher und differenzierter. Am Ende waren sich alle Beteiligten einig: Die vorgesehenen 75 Minuten reichten kaum aus, um alle Gedanken auszutauschen. Sowohl die Gäste als auch der Kurs hätten das Gespräch gern fortgesetzt. Das Format wurde von allen als sehr zielführend, respektvoll und bereichernd empfunden – weitere Treffen erscheinen ausdrücklich wünschenswert. Inhaltlich nahmen die Jugendlichen wertvolle Erkenntnisse mit: Sie lernten ihre Stadt aus neuen Perspektiven kennen, verstanden besser, warum soziale Entscheidungen oft komplex und zeitintensiv sind, und gewannen Einblicke in die vielfältigen Unterstützungsangebote vor Ort. Zugleich wurde deutlich, dass Gera sozial gut aufgestellt ist und eine starke Gemeinschaft besitzt, in der Engagement und gegenseitige Hilfe eine zentrale Rolle spielen. Dennoch zeigte sich auch ein überregionaler Blick: Bundesweit besteht ein dringender Bedarf an Weiterentwicklung des Sozialstaates. Finanzielle Engpässe, demographische Veränderungen und regionale Besonderheiten verlangen kreative und nachhaltige Lösungen, um das soziale Miteinander zwischen den Generationen langfristig zu sichern – auch in Gera. Neben den inhaltlichen Ergebnissen erwies sich vor allem die Methode des Erzählcafés als großer Gewinn. Der sachliche Austausch auf Augenhöhe eröffnete neue Horizonte, förderte gegenseitiges Verständnis und machte deutlich, wie wertvoll dialogorientierter Unterricht sein kann. Als konkretes Ergebnis des Projekts erarbeitet der Kurs derzeit einen Flyer mit dem Titel „Soziales Gera“, der soziale Anlaufstellen aus Sicht der Jugend übersichtlich und ansprechend darstellt. Dieser soll der Stadtverwaltung zur Verfügung gestellt werden, um jungen Menschen den Zugang zu Hilfs- und Unterstützungsangeboten zu erleichtern. So wurde aus einer Unterrichtseinheit ein lebendiger Begegnungsraum – und aus einer Frage ein gemeinsames Nachdenken über Verantwortung, Gemeinschaft und Zukunft.

            Text und Bilder: Frau Thomae

        • Antikes Pferderennen an der Ostschule – Wenn Götter, Jockeys und Turnschuhe aufeinandertreffen
          • Antikes Pferderennen an der Ostschule – Wenn Götter, Jockeys und Turnschuhe aufeinandertreffen

          • Wenn Geschichte plötzlich schwitzt, stolpert und lacht, dann ist klar: An der Ostschule wurden die Antiken Olympischen Spiele wiederbelebt! Die Klassen 6a, 6b und 6c verwandelten den Sporthalle in ein modernes Olympia-Stadion – mit Göttern, Stadtstaaten und einem Pferderennen, das selbst Zeus vom Olymp gelockt hätte. Schon der feierliche Einmarsch der verschiedenen Stadtstaaten (Poleis) sorgte für Gänsehaut – und für ordentliche Hochachtung. Mit eigenen Symbolen, Choreografien und voller Stolz marschierten die Teams auf wie echte Athleten der Antike. Danach wurde es ernst: Hera (alias Frau Sterzel) sprach den Olympischen Eid – bewaffnet mit Poseidons Dreizack, um für göttliche Ordnung zu sorgen. Aphrodite (Frau Kröber) organisierte den Ablauf und Athene (Frau Thomae) führte als Moderatorin souverän durch den Projekttag. Die Juleica schlüpfte gleich in die Rollen mehrerer olympischer Götter und wachte streng – aber fair – über die Regeln. Respekt an den ganzen Olymp! In neun sportlichen Strategie- und Bewegungsspielen traten die Poleis gegeneinander an. Dabei traf antike Idee auf moderne Sportarten: Beim Frisbee-Zielwurf flogen die Scheiben zwar nicht bis nach Athen, aber zumindest zielsicher über den Hallenboden. Teamgeist, Taktik und eine Portion Chaos bestimmten das Geschehen. Nach einer Pause wurde es richtig feierlich: Jedes Polis brachte eine symbolische Opfergabe zum Feuerkessel und bat die Götter um den Sieg. Man munkelt, Zeus war kurz abgelenkt – „er ging mal wieder fremd“ – aber die Spiele liefen trotzdem weiter. Hera bewahrte bis zum Ende Contenance für die Spiele. Der Höhepunkt: Das legendäre Pferderennen � �🔥 Der absolute Knaller des Tages war das antike Pferderennen: Vier Schüler spielten die Pferde, vier Reifen wurden zu Streitwagen und Jockey-Seile hielten alles zusammen. Was folgte, war eine Mischung aus antikem Wettkampf, Slapstick und heldenhaftem Einsatz. Es gab Stürze, tapfere Kämpfe, lautes Anfeuern und jede Menge Gelächter. Einige Pferde galoppierten wie der Wind – andere stolperten wie frisch geborene Fohlen. Am Ende gewann natürlich Sparta – wer hätte daran gezweifelt? Doch eigentlich waren alle Mannschaften Sieger. Denn ohne Zusammenarbeit, kluge Strategie und das Motto „Einer für alle – alle für einen“ hätte kein Stadtstaat das Ziel erreicht. Fazit: Geschichte kann rennen – und zwar richtig schnell Dieser Projekttag zeigte, dass Unterricht auch anders geht: fernab von Heft und Tafel, dafür mit Bewegung, Kreativität, Teamgeist und viel Spaß. Die Schüler entdeckten neue Talente in Sport, Zeichnen, Dichten, Geschichte und sogar im Pferdespielen. So wurde aus einem normalen Schultag ein echtes olympisches Erlebnis – mit Schweiß, Lachen und einem Hauch von Antike an der Ostschule. Fazit: Das Event eröffnete Schülern ganz besondere Ereignisse und Erlebnisse, fernab den konventionellen Unterrichts und bot spielerisch die Möglichkeit sich und seine Mitschüler neu zu entdecken, kennenzulernen und ungeahnte Talente in Zeichnen, Kreativität, Dichtkunst, Geschichte, Sport usw. zu finden. Eine erfrischende Form des Geschichtsunterricht war geboren. Dank gilt der Fachschaft Geschichte, der Fachschaft Sport unserer Juleica, Frau Födisch und Frau Franke, der Geraer Sportjugend, die entsprechendes Equipment stellten.

            Text und Bilder: Frau Thomae

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